Jenny Nyström (1854-1946)
Jenny Nyström ist ein Mädchen aus Kalmar, die nach Paris fuhr und eine von Schwedens beliebtesten Illustratorinen wurde.
Sie war eine Künstlerin mit einer umfassenden akademischen Ausbildung, die in einer Zeit lebte, als man der Ansicht war, dass es die wichtigste Aufgabe einer Frau war, sich um Heim und Familie zu kümmern.
Das Leben bis sie eine anerkannte Künstlerin wurde...
Das Kalmar-Mädchen Jenny Nyström wurde am 13. Juni 1854 geboren, als die Obstbäume in vollster Blüte gestanden haben müssen. Ihre Kindheit war glücklich und in Gedanken ist sie immer wieder zu ihrer Zeit in Kalmar zurückkehrt..
"Ja, da kam der traurigen Tag da, als ich von Kalmar wegziehen sollte. Ich habe mich von Allem verabschiedet, damit ich jedes Ding in Erinnerung behalten würde."
Daniel Nyström, Jennys Vater, erhielt im Jahr 1862 eine Stelle als Hauplehrer an einer Schule in Göteborg und die Familie zog dafür im Jahr 1862 nach Göteborg. Zu der Zeit war Jenny acht Jahre alt und sie erinnert sich gut daran. Am Anfang fühlte sie sich dort nicht wohl und hatte Probleme damit, Freunde zu finden.
Nach einem Jahr begann sie mit der Schule, wo sie neue Freunde fand. Sie widmete sich dem Zeichnen und Malen und begann später an der Zeicher- und Malerschule in Göteborg. Jenny war sehr gut und wurde als begabte Schülerin bekannt.
Sie studierte fleissig und wurde vom Landeshauptmann nach Stockholm eingeladen, wo sie wichtigen akademischen Persönlichkeiten vorgestellt wurde.
Sie machte Zeichnungen für Viktor Rydbergs Märchen "Lille Viggs äfventyr på julafton". Nachdem die Illustrationen bei verschiedenen Verlags gewesen waren, landeten sie schließlich auf dem richtigen Tisch. Das Buch ist seitdem in 15 Auflagen gedruckt und in vielen Sprachen übersetzt worden. Mit diesen Illustrationen begann sie Ihre lebenslange Beziehung mit dem Tomte.
Sie wurde im Jahr 1873 als Studentin bei der Kunstakademie in Stockholm angenommen, wo sie acht Jahre blieb. Sie arbeitete fleissig an den übernommenen Bestellungen um das nötige Geld zusammenzubekommen, was sie für Miete, Essen, Materialien fürs Zeichnen und manchmal auch zum Vergnügen brauchte.
Jenny traf ihren künftigen Mann Daniel Stoopendal im Jahr 1880. In dieser Zeit hatte sie ein Atelier im Hotell Brunkeberg gemietet, wo sie in aller Ruhe mit ihren Illustrationen arbeitete.
Weil die Sehnsucht nach Paris so groß war, musste sie die königlische Madaille erobern. Für ein Bild von Gustav Vasa bekam sie ein Stipendium und die Möglichkeit nach Paris zu fahren.
Das große Ziel in Paris war "Im Salongen" einen Platz zu bekommen und eine internatioal anerkannte Künstlerin zu werden. Jenny arbeitete hart und zielbewusst, um ihre Malkunst zu vervollkommen. Im Jahr 1884 debutierte sie "Im Salongen" mit einem einzigartigen Selbstbildnis in Öl und ihr Glück war damit vollkommen.
